Kirchentonarten – Merksätze für einfache Zuordnung

Die Kirchentonarten, auch modale Tonleitern genannt, stammen aus der Musiktheorie des Mittelalters und der Renaissance. Sie bilden die Grundlage für viele Melodien und Improvisationen in Klassik, Jazz, Pop und Volksmusik. Um sich die Tonarten und ihre Charakteristik besser einzuprägen, eignen sich Merksätze.


1. Die sieben Kirchentonarten

Die Kirchentonarten basieren auf den weißen Tasten des Klaviers. Jede beginnt auf einer anderen Note und hat einen charakteristischen Klang.

Tonart Beginn auf Merksatz zur Einprägung
Ionisch C „C ist normal, heiter, hell“ – entspricht der modernen Dur-Tonleiter
Dorisch D „D drückt sanft, dunkel, geheimnisvoll“ – Moll-artig mit erhöhter 6. Stufe
Phrygisch E „E exotisch, feurig, mystisch“ – Moll-artig mit erniedrigter 2. Stufe
Lydisch F „F fliegt frei, hell und schwebend“ – Dur-artig mit erhöhter 4. Stufe
Mixolydisch G „G geht gelassen, leicht und lebendig“ – Dur-artig mit erniedrigter 7. Stufe
Äolisch A „A angenehm, melancholisch, weich“ – entspricht der natürlichen Moll-Tonleiter
Lokrisch B „B böse, dissonant, spannend“ – Moll-artig mit erniedrigter 2. und 5. Stufe

2. Tipps zum Merken

  • Abkürzung für Reihenfolge: I, D, P, L, M, Ä, L → „Ich Dachte, Peter Lacht Mit Äpfeln Laut“
  • Charakterzüge der Tonarten als Eselsbrücke nutzen, z. B.:
    • Dur → hell, fröhlich
    • Moll → dunkel, traurig
    • Lydisch → schwebend, offen
    • Phrygisch/Lokrisch → exotisch, spannend
  • Klavierspiel oder Summen: Jede Tonart einmal auf dem Instrument spielen, um den Klang zu verinnerlichen.

3. Anwendung

Kirchentonarten werden nicht nur in der Kirchenmusik, sondern auch in Jazz, Rock, Pop und Folk genutzt.

  • Dorisch und Mixolydisch häufig in Folk und Jazz
  • Lydisch für schwebende, träumerische Melodien
  • Phrygisch und Lokrisch für exotische oder dramatische Effekte

Merksätze helfen besonders Anfängern, sich schnell zu orientieren und die Tonarten klanglich zu unterscheiden.


4. Fazit

Mit einprägsamen Merksätzen lassen sich die sieben Kirchentonarten leicht lernen und unterscheiden. Wer zusätzlich jede Tonleiter auf dem Instrument spielt, kann Tonart, Stimmung und Charakter intuitiv erkennen – eine wertvolle Grundlage für Musiktheorie, Komposition und Improvisation.


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